Mehrwert für Kommunen
Die Umstellung des Rechnungswesens vom kameralen auf den doppischen Rechnungsstil stellt für die Städte, Gemeinden und Kreise vorrangig die Erfüllung einer gesetzlichen Verpflichtung dar. Gleichzeitig bietet die Umstellung den Kommunen ein Potenzial zur Verbesserung der Steuerungsqualität, das es zu nutzen gilt.
Als eines der führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen in Deutschland berät PKF Fasselt Schlage Lang und Stolz zahlreiche Kommunen bei der Umstellung von der Kameralistik auf die doppelte Buchführung sowie in steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen.
Die Doppik als Chance nutzen
Der doppische Jahresabschluss ist zunächst einmal ein Blick in die Vergangenheit. Zum Bilanzstichtag wird deutlich, welche Ressourcen die Kommune im abgelaufenen Haushaltsjahr in Anspruch genommen hat und wie dieser Ressourcenverbrauch finanziert wurde. Darüber hinaus soll die Doppik auch die Steuerung der Kommune verbessern, indem die Verwaltungsleistungen in einem Produkthaushalt dargestellt werden, in dem eine Kosten- und Leistungsrechnung und eine Kennzahlensteuerung eingeführt wird.Die Doppik kann also das „Betriebssystem“ sein, das die Vorgabe strategischer Schwerpunkte durch die kommunalen Entscheider und die Umsetzung in der Praxis unterstützt. Gerade hier setzt unser Konzept der Wirkungsorientierten Haushaltssteuerung ein, bei der Mechanismen einer strategischen Steuerung in das Haushaltsverfahren integriert werden.
Interview mit Herrn Dr. Marian Ellerich, Partner bei PKF Fasselt Schlage Lang und Stolz
Herr Dr. Ellerich, was bedeutet Doppik Dividende?
Ellerich: Mit „Doppik Dividende“ wollen wir verdeutlichen, dass sich die Doppikeinführung für die Kommunen bezahlt machen kann. Denn der Wechsel von der Kameralistik zur doppelten Buchführung ist mehr als ein formaler Schritt. Zunächst macht die Änderung des Rechnungsstils niemanden reicher. Aber erstmals werden Vermögen und Verpflichtungen der Kommune vollständig erfasst. Damit wird deutlich, welche Mittel die Kommune aufwenden muss, um ihr Vermögen zu erhalten. Mit der kommunalen Doppik in der Kernverwaltung wird die Grundlage für die Gesamtsicht auf den Konzern Kommune gelegt, wodurch die Finanzsituation der Kommune transparenter dargestellt wird als in der Kameralistik.
Wofür ist die Transparenz wichtig?
Ellerich: Um langfristig verlässlich planen zu können. Denn der Handlungsspielraum der öffentlichen Verwaltung richtet sich im derzeitigen System der Kameralistik allein danach, ob die Ausgaben eines Jahres durch entsprechend hohe Einnahmen des betreffenden Jahres gedeckt sind. Der Ressourcenverbrauch eines Jahres wird dadurch nur zum Teil erfasst, es fehlen der Vermögensverzehr (Abschreibungen) und die Zukunftsvorsorge (z.B. Zuführung zu Pensionsrückstellungen).
Ergeben sich Auswirkungen auf die Haushaltsplanung?
Ellerich: Bisher erfasst die Haushaltsplanung als rein zahlungsorientierte Rechnung den für die Erfüllung von Aufgaben veranschlagten bzw. angefallenen Einsatz finanzieller Mittel (also den „Input“). Die Reform des Gemeindehaushaltsrechts sollte bewirken, dass die Leistungen („Output“) bzw. die Wirkung („Outcome“) der kommunalen Leistungen erfasst werden. Durch den bloßen Wechsel des Rechnungsstils ist dieses Ziel jedoch nicht erreichbar. Unser Konzept der Wirkungsorientierten Haushaltssteuerung setzt genau hier an. Die Städte legen strategische Ziele fest und Politik und Verwaltung schließen Kontrakte zum Mitteleinsatz, zur Leistung, zur Wirkung und zu deren Messung. Die für eine Steuerung erforderlichen aufgaben- und leistungsbezogenen betriebswirtschaftlichen Informationen werden dann in die systematische Haushaltsplanung übernommen und im System bereitgestellt. So wird es möglich sein, sehr schnell zu prüfen, ob die beabsichtigte Wirkung auch erzielt worden ist.
Und das lohnt sich?
Ellerich: Auf jeden Fall. Einerseits können kostspielige Fehlentwicklungen vermieden werden, andererseits kann das Geld in den Bereichen eingesetzt werden, in denen es auch für den Bürger am meisten Wirkung erzeugt. Noch wichtiger ist in Zeiten, in denen kreditfinanzierte Konjunkturpakete geschnürt werden, die Frage, wo eingespart werden kann, ohne die Handlungsfähigkeit zu verlieren und wo sich die Investitionen in die Zukunft lohnen.
Innovative Beratungs-Konzepte für Kommunen
Wir möchten Ihnen zeigen, welche Vorteile sich durch innovative Konzepte erzielen lassen und wie die Implementierung solcher Umstellungsprojekte von PKF betreut wird:
» Praxisorientierte Konzepte für den kommunalen Gesamtabschluss
» Reorganisation des kommunalen Rechnungswesens
» Wirkungsorientierte Haushaltssteuerung
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